Wie alles begann....


Seit 1999 haben wir uns mit dieser wundervollen Rasse Flatcoated Retriever beschäftigt. Da unser erster Retriever allerdings ein Golden Retriever war, gingen wir beim Kauf unseres ersten Flats davon aus, nun noch einmal so etwas ähnliches in der Farbe schwarz bekommen zu haben.
Voll daneben gelegen….

André mit GizmoEin Flat Coated gehört zwar in die Kategorie Retriever, wie auch der Labrador, Chesapeake Bay, Curly Coated, Nova Scotia Duck Tolling und der Golden, ist aber auf die charakterbezogenen Eigenschaften von ganz anderer „Beschaffenheit“. Während sich unser Golden nahtlos in unsere kleine Menschenfamilie integrierte und auch mit „wenig“ mal zufrieden war, wollte der Flat grundsätzlich immer die volle Aufmerksamkeit und eine, soweit es irgend möglich war, „Tagesvollauslastung“. Wir glaubten zunächst, ein Gendefekt sei schuld an seinem überdurchschnittlichem Temperament. Wir hatten einige Bücher bereits vor dem Kauf des Flats gekauft und begannen nun endlich, nachdem unsere „schwarze Nervensäge“ ½ Jahr alt geworden war damit, diese auch mal zu lesen.

…da stand (kurz und knapp ausgedrückt)…. „Unser Flat ist genauso wie er sein soll“ – also kein Gendefekt! – Zudem gab es in den Büchern seitenweise tolle Tipps wie wir unseren Flat „artgerecht“ beschäftigen können, denn er gehört in die FCI-Gruppe 8 (Gundogs), was bis dahin auch neu für uns war. Wir begannen uns u.a. mit Begriffen wie: „Apport“, „Will2please“, „Steadyness“ und „Arbeit nach dem Schuss“ zu beschäftigen. Schnell verstanden wir, dass die kleine Schwarznase uns erstmal mehr abverlangen wird als wir bisher nur ansatzweise ahnten.

 

Lakritz 8 WochenViele wundervolle Jahre mit ihm vergingen und wir beschäftigten uns viel mit den verschiedenen Zuchtlinien. Einmal mit den Büchern angefangen und tiefer in die Datenbanken des mittlerweile immer stärker gewordenen Internets eingetaucht, faszinierte uns das Thema Zucht immer mehr. Wir stellten fest, wie wichtig es für eventuelle eigene Zuchtinteressen ist, die einzelnen Linien genauestens zu untersuchen. Nur so lassen sich Rückschlüsse auf vererbliche Probleme ziehen.
Wo wurde was mit wem und vor allem warum wurde der mit dieser…… Auch stellte sich oft die Frage, was haben sich die jeweiligen Züchter mit bestimmten Verpaarungen gedacht. Also einfach mal verschiedene Züchter im In- und Ausland fragen. Fast alle gaben bereitwillig Auskunft und wir lernten immer mehr dazu.

Auf diese Weise wussten wir genau, auf welche Verpaarung wir notfalls auch noch lange warten werden, wenn wir unseren nächsten Flat in unser Haus einziehen lassen. Eines der Zauberworte war für uns „Dual Purpose“. Diesen Begriff findet man auf ganz vielen Seiten der Flatzüchter im Internet. Es ist das Bestreben der meisten Züchter eine solche Linie aufzubauen. Aber was heiߟt das genau? – Dual Purpose würde man in etwa übersetzen mit „zweifach verwendbar“. Das bedeutet ganz einfach, er hat seine Qualifikation im jagdl. Gebrauch sowie in den Exterieurprüfungen (dem Schauwesen) mit vorzüglichen Bewertungen und Erfolgen unter Beweis gestellt.

Anders als bei anderen Retrieverrassen unterscheidet man beim Flat nicht in 2 unterschiedliche Linien. Eine sogenannte Arbeitslinie bzw. Showlinie gibt es bei den Flats nicht.